
Im Wettbewerb bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend U20 in Bochum-Wattenscheid vom 10.07.bis 12.07. gelang dem jugendlichen 400 Meter Läufer Linus Wörth (TGS) der LG Seligenstadt eine außergewöhnliche Leistung, denn eine Woche nach seinem glänzenden Saisonauftakt in Weinheim, wo er die Qualifikation für die „Deutschen“ souverän schaffte, erlitt er im Training einen Muskelfaserriss.
Dies schien seine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften unmöglich zu machen. Mit Hilfe des Landestrainers Linus Krüger und Athletiktrainer Niklas Hartel, ein ehemaliger Athlet der LG, gelang es ihn mit geändertem Training Athleten so weit fit zu machen, dass ein Start doch möglich wurde. Das MRT zum Abschluss des Spezialtrainings ergab dann die Freigabe für einen Start. Ein letzter Test zeigte, dass er gut gerüstet zu den Meisterschaften fahren konnte.
Linus startete im Vorlauf der Meisterschaften auf Bahn 7 und lief die ersten 100 Meter etwas verhalten, um dann richtig ins Rennen zu kommen. Auf die letzten 100 Meter hatte er fünf Meter Rückstand zum führenden Läufer, den er im Ziel auf 1,5 Meter verkürzen konnte und mit der sehr guten Zeit von 48,74 Sekunden als Zweiter die Ziellinie querte.
Nach dem Abschluss der 5 Vorläufe war der Jubel groß. Linus erreichte als Siebtschnellster die Teilnahmeberechtigung für den Endlauf!
Am nächsten Tag, auf Bahn 2 startend, ging er couragiert das finale Rennen an doch der Lauf des Vortages steckte noch in den Beinen. In 49,03 Sekunden überquerte er die Ziellinie. Es zeigte sich, dass er aufgrund der Verletzung noch nicht die volle Kondition erreicht hat um zwei schwere Rennen innerhalb von 2 Tagen mit vollem Erfolg zu bewältigen.
Für Linus war es ein kleines Wunder, das er so schnell wieder fit geworden ist um seine Qualifikation für diese Meisterschaften umzusetzen und im Ergebnis mit Platz 8 die Rennen so gut zu überstehen.